Mit CFDs bei steigenden und fallenden Kursen gewinnen

CFD-Anleger können nicht nur von steigenden Kursen des Basiswerts profitieren. Sie können auch auf fallende Kurse setzen. In diesem Fall verkaufen Anleger den Basiswert an den Broker. Dies wird als Short-Selling bzw. Leerverkauf bezeichnet. Setzen Sie als Trader auf steigende Kurse so wird das als Long gehen bezeichnet.

 

Beim Short-Selling verkaufen Anleger den Basiswert, bzw. dessen CFD. Sie hoffen, dass der Kurs des Basiswerts fällt und sie ihn später günstiger kaufen können. In diesem Fall ist dann die Differenz zwischen Verkauf und Kauf der Gewinn. Auch hier ein Beispiel anhand der Aktie, die 100 Euro kostet. Der Anleger verkauft 100 Aktien, hinterlegt wiederum 500 Euro als Sicherheitsleistung und hofft auf fallende Kurse. Liegt er richtig, und die Aktie fällt auf 90 Euro, gibt es wiederum nach anfallenden Kosten insgesamt einen Gewinn von 800 Euro auf die eingesetzten 500 Euro.

Dieses Short-Selling ist in Deutschland bisher institutionellen Anlegern vorbehalten gewesen. Neben Aktien können ebenfalls Rohstoffe, Währungen und Indizes geshortet werden. Diese Möglichkeit, auf fallende Kurse zu wetten, eignet sich nicht nur für Spekulanten, sie macht CFDs auch für konservative Anleger interessant, die ihr Depot gegen Kursverluste absichern wollen. Bisher werden dazu meist klassische Optionsscheine genutzt. Doch dazu muss ein Produkt mit der passenden Laufzeit und dem passenden Basiswert gefunden werden. Obendrein kosten die Scheine eine Prämie. Diese entfällt bei CFDs. Ähnlich wie bei Optionsscheinen muss der Anleger wegen des Hebels weniger Kapital anfassen. Geben die Werte im Depot nach, gleicht die Wertentwicklung der CFDs idealerweise den gesamten Verlust oder zumindest einen Teil der Verluste wieder aus. Der Händler kann somit an allen Marktphasen gewinnbringend partizipieren. Ein weiterer Vorteil der CFDs: Die Auswahl an Basiswerten ist nahezu grenzenlos. Auch auf kleine Unternehmen und exotische Indizes gibt es die Hebelprodukte. Eine Marktkapitalisierung von einer Million Euro und ein Handelsvolumen von 250.000 Aktien täglich reichen aus. Das Angebot an Optionsscheinen ist in diesem Bereich wesentlich kleiner.